Leider ein uneindeutiger Artikel, der durchaus Potential hat zur Undurchsichtigkeit des Marktes beizutragen.
Ganz formell ist mir nicht bekannt, dass Mineralölkonzerne Stromanbieter sind. Der Strom wird im Normalfall von den Netzbetreibern, bzw. Energieversorgern angeboten. Deren Strom wird dann von den Ladesäulenbetreibern (CPOs) durch ihre Ladestationen verteilt und weiterverkauft, incl. Marge versteht sich. Vermutlich ist im Beitrag dieser Anteil gemeint, wo die Mineralölkonzerne zunehmend stärker werden. In der weiteren Kette kommen dann Aggregatoren, Roamingplattformen und schlussendlich die Ladedienste (Ladekarten). Jeder natürlich mit eigenen Margen. Und diese Kette ist tatsächlich der Komplexitäts- und Preistreiber. Natürlich können Ladestationsbetreiber und Ladedienst auch das selbe Unternehmen sein.
Z.B. pasted-from-clipboard.png
Also ja, die Mineralölkonzerne haben zunehmend mehr Ladesäulen, ist aber auch dem geschuldet, dass es seit letztem Jahr ein Gesetz gibt, dass es bei großen Ketten an jeder Tankstelle mindestens einen Schnellladepunkt geben soll.
Im Zuge des Deutschlandnetzes wird aber groß und viel aufgebaut und das sind nur sehr selten Aral & Shell, d.h. das wird sich auch wieder ganz schnell ausgleichen.
Des weiteren geht der aktuelle Trend auch weg von Ladediensten, hin zu Ad-Hoc Charging (AFIR sei Dank) und direkten Bezahllösungen, wie Monta oder Cariqa (teilweise heute schon günstiger als Ladedienste im Roaming), wo die CPOs direkten Einfluss auf die Preise haben und diese perspektivisch auch sehr dynamisch nach Auslastung anpassen werden, bis die Preise irgendwann so sehr schwanken, dass das vom Gesetzgeber wieder reguliert wird, analog zu Tankstellenpreisen.
So, sorry für den Kulgscheißerguss.
Ich find's immer schwierig, wenn Firmen so zusammenhangslose und indifferente Artikel veröffentlichen.