Von Tesla zum Seal U dmi

  • Hallo, ich fuhr jetzt 4 Jahre ein Tesla Model 3 LR mit knapp 100.000 km quer durch Europa. Vor ein paar Wochen ging der Wagen an die Leasingfirma zurück. Reines eAuto möchte ich vorerst keines mehr, für mich ist die Sache insgesamt zu wenig ausgereift, wäre aber ein anderes Thema.


    Auf meiner Suche nach einem Nachfolger bin ich auf den Seal U dmi gestoßen.


    Leider musste ich feststellen, dass die Verkäufer, selbst im BYD eigenen Store in Wien dir absoluten Schrott erzählen. Der BYD Verkäufer wollte mir etwa eindrücklich verklickern, dass der Seal U dmi immer, wirklich immer und ausschließlich mit dem eMotor fährt, der Benzinmotor dient nur zum Aufladen, nie aber als Antrieb.

    Auch über das Model Comfort mit dem 26.6 kWh war man bei BYD ahnungslos. Nun ich würde auf jeden Fall auf dieses Modell warten, warum er bei uns auf sich warten läßt ist mir unbekannt, eine Anfrage bei BYD Österreich blieb unbeantwortet, nicht erfreulich.

    In England ist der Wagen zu kaufen.

    Weiß jemand näheres wann dieses Comfort Modell zu erwarten ist? Noch etwas, auf YT kursieren Videos eines Seal U dmi Modelljahr 2026 der zugegeben unglaublich gut aussieht, weiß jemand was wegen einem Nachfolger im kommenden Jahr?

  • Zitat von der deutschen BYD-Seite:


    Das Besondere an der BYD Super DM Technologie
    Die BYD Super DM Technologie unterscheidet sich wesentlich von anderen Plug-in-Hybrid-Technologien. Das Herz der BYD Super DM Technologie ist ein Hybridsystem auf Elektrobasis. Als primäre Energiequelle nutzt diese Hybridarchitektur einen Hochleistungselektromotor und eine Hochleistungsbatterie; der mit Kraftstoff betriebene Verbrennungsmotor wird lediglich zum Laden der Batterie sowie zur Unterstützung in bestimmten Fahrsituationen zugeschaltet. Das PHEV-System ist vollkommen auf Effizienz ausgerichtet und passt sich mühelos an unterschiedliche Fahrsituationen an.


    🤷🏻‍♀️ Scheint wohl tatsächlich so zu sein wie der Verkäufer sagt.


    Wann der Comfort kommt, darüber wird schon seit Anfang des Jahres spekuliert. BYD ist zwar recht fix, aber etwas unberechenbar in seinen Entscheidungen.

  • Dass der Motor sehr oft die Batterie auflädt war mir bekannt. Aber ausschließlich ist schon technisch nicht möglich, dafür ist die Infrastruktur beim dmi nicht ausgelegt . Der Verkäufer hat sich übrigens später bei mir per Mail entschuldigt und sich mit einer Ausrede herausgeredet.

    Bei einem anderen , eigentlich bei meinem BYD Händler wollte ich wissen wie die hoch die Ladegeschwindigkeit beim Seal U dmi an einer Wallbox ist. Das konnte der Verkäufer nicht beantworten. Das ist schwach. Ist aber leider in allen Autohäusern derzeit zu beobachten, sind fast alle nur noch Platzhalter ohne Interesse am Produkt.

    Nichtsdestotrotz finde ich den Seal U dmi als den derzeit besten Plug in Hybrid am Markt. Preis Leistung finde ich ist unerreicht. Es gibt eigentlich keine Alternative dazu. Der MG wäre auch interessant, hat aber eine unterirdische Ladeleistung und nichtmal einen DC Anschluss.

  • Das was du hier betreibst ist ein bissl Haarspalterei...der DM-i ist von BYD in erster Linie wirklich wie ein Elektrischer konzipiert und der Verbrenner dient in den allermeisten Fällen wirklich nur als "Auflader".


    Ich habe meinen DM-i erst seit 3 Wochen und die Autobahnetappen sind bisher sehr überschaubar gewesen, aber sogar bei Geschwindigkeiten von 120km/h plus, kommt die Energie im Hauptfall (Dahingleiten) von den Elektromotoren und der Benziner lädt diese auf.


    Wo der Benziner direkt in den Antrieb eingreift (allerdings immer nur auf die Vorderräder) ist bei schneller Beschleunigung (zB auf der Autobahn von 110 auf 140km/h zum Überholen/Spurwechsel ansetzen), oder auch bei zügiger Bergauffahrt - das kann man dann auch schön in der Grafik im Cockpit verfolgen.


    Im Normalfall fährt der DM-i aber tatsächlich elektrisch und beschränkt den Verbrennerantrieb auf ein mögliches Minimum.


    Ad Comfort Ausstattung: die ist von BYD in AT und DE (noch) nicht offiziell angekündigt - die findest du nicht einmal auf der offiziellen Website >>> jede Info, die dir der Händler da geben würde, wäre also reines "Ratespiel".


    Bei "meinem" Händler war es übrigens so, dass sich der sogar bewusst war, dass einige Kunde mehr wissen als er, weil die einfach schon zur Probefahrt mit der auswendig gelernten Bedienungsanleitung im Kopf kommen. Er selber hat aber nicht nur den DM-i im Verkauf, sondern auch alle anderen BYDs und, in meinem Fall, auch noch andere Automarken.


    Und was die Ladegeschwindigkeit betrifft - ein ganz kurzer Blick auf die BYD Website gibt dir diese Info sofort

    AC: 11kW

    DC: 18kW

    BYD Seal U DM-i Design AWD (Time Grey + AHK)


    bis 24.02.25:

    Isuzu D-Max Pick-Up (Bj 09/2012)

  • Danke jedenfalls für die Antwort. Es ist so dass ich ja eigentlich ein eAuto gerne fahre, aber eben kein reines mehr. Da kommt der dmi gerade richtig. Ich verfüge ja auch über die Infrastruktur, von der PV bis zur Wallbox. Ich hätte ja als Ziel den dmi soviel als möglich elektrisch zu fahren ohne die viele Nachteile eines reinen elektrischen. Bedeutet, dass ich das Auto garantiert jeden Tag aufladen werden, den Plug in also so verwenden werde wie er eigentlich gedacht ist….was viele scheinbar nicht machen.


    Noch was zu den Verkäufern: „mein Händler“ hat auch andere Marken, aber der Mann ist nur auf BYD abgestellt. Denke es ist zumutbar, dass man von den Modellen die Infos im Kopf hat wenn das mein Job ist zumal die Leute im großen und Ganzen immer das gleiche fragen, spreche aus Erfahrung….

  • iredamit


    Mich würde echt interessieren, wie du den Wechsel begründest? Welche Nachteile am reinen Stromer nerven dich so, dass du zum PlugIn wechseln möchtest? Zumal du die besten Vorraussetzungen (PV, Wallbox) bereits zur Verfügung hast? 🔋🙄

    🖤❤️‍🔥💛Zufriedener Fahrer eines BYD SEAL U DESIGN SNOW WHITE 🥰 seit Oktober 2024 💛❤️‍🔥🖤

  • Ja dafür gibt es viele Gründe. Vorweg, für Leute die einen rein elektrischen nur im eigenen Umfeld nutzen und darüber hinaus hin und wieder weiter fahren ist das reine eAuto sicher optimal. Für mich als jemand der quer durch Europa gefahren ist, danke nein.


    Das Thema ist zu umfangreich, möchte daher nur mal einen Punkt rausholen.

    Wir fuhren nach Marseille, in Nizza musste ich laden, der Supercharger befindet sich bei einem EKZ. Also mal von der Autobahn abfahren, sich zum EKZ hin stauen und später wieder zurück stauen auf die Autobahn. Ähnlich in Italien, zum Laden Abfahren von der AB sich in ein abgelegenes Gewerbegebiet stauen, etwa in Piacenza, dort 35 Minuten im nichts herumstehen und dann wieder zurück auf die AB.


    Schon mal bei strömenden Regen an einer Ladestation gestanden und sie nicht zum laufen gebracht, nein ? ich schon, äußerst lustig, macht so richtig Spaß auf ein eAuto.


    In Marseille hätte ich eine AC Säule nahe der Unterkunft gehabt, nach 15 Minuten habe ich entnervt aufgegeben und ja ich habe zur Not alle möglichen Karten und Apps die man nur haben kann.

    In Siena das gleiche Spiel, habe natürlich die passende App, Laden war trotzdem nicht möglich.


    Wenn ich vollgeladen los fahre und widrige Wetterumstände vorherrschen, ist nach 260 km Zeit zum Laden, bei starkem Wind und Regen könnte es auch schon nach mal früher.


    Ganz toll wird es mit einem Hänger, schon mal probiert? Ich schon, vergiss es….


    Laden bei anderen Ladestationen, habe keine Lust mehr mich durch zig Apps zu wühlen um festzustellen mit welcher App ich gerade günstiger laden kann. Die Preisspannen an den Ladesäulen sind abenteuerlich und wenn dich nicht scherst drum bist der Depp der immer zuviel zahlt und das kann schon mal 100 % mehr sein. Danke nein.

  • Ich kann es verstehen.

    Ich (hatte auch schon Tesla mal früher) fahre nur drei bis vier Mal im Jahr richtig weit, da nehme ich es auf mich. Fairerweise muss ich sagen, dass ich durch die erzwungenen Ladepausen zumindest entspannter ankomme im Vergleich zum durch heizen.


    In Kürze muss ich mal wieder 800km in die Schweiz. Da ist aber weniger das Laden meine Sorge, sondern die musikalische berieselung. Meine mobilen Daten am Handy werde ich da abdrehen, mangels günstigem Roaming (somit keine Musik oder Radio via Android Auto) und das 1gb vom Seal wird schnell verheizt sein. Dann bleibt nur noch fm und dab+ mit manuellem Sender suchen alle 80km.

  • Wie gesagt, ich bin gut 100.000 km rein elektrisch gefahren, kenne alle, wirklich alle Seiten, die guten wie die schlechten. Bin das eAuto gerne gefahren und werde früher oder später wieder zu ihm zurückkehren, dafür müssen für mich 4 Dinge passieren:


    1. Zum Laden schließt man mit einem Betreiber einen Vertrag ab und diese Preise gelten dann an allen Säulen, beim Mobilfunk geht das ja auch. Ich kenne also immer meinen Preis. Schluss mit dem Kartenchaos.


    2. Die Reichweite muss 500 km betragen mit mindestens 15% Restkapazität im Akku und zwar bei jeder Wetterlage.


    3. Von 15% auf 80% darf maximal 15 Minuten benötigen.


    4. Die Autos mit diesen Anforderungen müssen um maximal 45.000 beim Händler stehen.

  • Ich glaub du fährst länger keinen BEV mehr...


    Auch wenn ich diese Punkte alle so unterschreiben würde.